Fortbildungen

Alle Fort- und Weiterbildungen in 2019:
Lernen voneinander - füreinander 

 

Der nächste Kurs für die Palliative Care Fachweiterbildung Pflege beginnt im Herbst. Sie finden die Termine hier.

 

Führungskompetenz-Seminar 2019
Das Seminar richtet sich an alle haupt- und ehrenamtlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren (auch stellvertretende und zukünftige) in der ambulanten Hospizarbeit.  Weitere Infos finden Sie hier.

 

 

Charly & Lotte - Gruppentermine 2019

Die Gruppentreffen finden regelmäßig statt. Eine Teilnahme ist nur möglich nach vorheriger Anmeldung im Büro von C & L. 
Die Termine finden Sie hier

 

 

Globus Apotheke spendet 1000 Euro

Thomas Druschki (Mitte) freute sich, wieder eine Spende an Monika Stumpf und Prof. Dr. Günther Brobmann übergeben zu können.

Thomas Druschki, Filialleiter der Globus Apotheke in Dutenhofen, hat im Haus Emmaus der Hospiz Mittelhessen gGmbH eine Spende in Höhe von 1000 Euro übergeben. Die Summe kam bei der ganzjährigen Treue-Aktion zusammen, mit der Inhaber Michael Brüning seinen Kunden mit Talern zum Sammeln „Danke“ sagt. Man kann diese gegen Prämien eintauschen, oder für einen guten Zweck spenden, wie in diesem Fall für das Hospiz.

Kunden wollen Gutes tun

„Seit 2010 können wir uns jedes Jahr über eine Spende aus dieser Aktion freuen“, so Hospizleiterin Monika Stumpf, die den symbolischen Scheck zusammen mit Prof. Dr. Günther Brobmann, dem Vorsitzenden des Hospiz-Förderkreises, entgegennahm. „Unsere Kunden freuen sich, auf diese Weise etwas Gutes zu tun“, so Druschki.

Wetzlarer Neue Zeitung, 01. Februar 2019, Seite 43

 

 

Laufdorfer Frauenchor übergibt Spende

2500 Euro für Charly und Lotte

Der Laufdorfer Frauenchor hat in der Adventszeit bei einem Basar Kuchen für den guten Zweck verkauft. „Wir haben die Einnahmen auf 500 Euro aufgestockt und möchten die Summe heute zugunsten der Trauerbegleitung von ,Charly und Lotte‘ übergeben“, sagte die Vorsitzende Doris Herget, die zusammen mit Kassierer Paul Usleber und ihren Sangesschwestern Rosel Häse und Katharina Weichl zur Spendenübergabe ins Haus Emmaus nach Wetzlar gekommen war. Weichl hatte für die Hospizleiterin Monika Stumpf und Trauerbegleiterin Carmen Storbakken noch eine besondere Überraschung mitgebracht: „Mein Schwiegersohn Uwe Schopf betreibt das Fuhrunternehmen US Kurier in Grävenwiesbach, spendet jedes Jahr für einen guten Zweck und hat mir 2000 Euro für Sie mitgegeben.“

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung für unser Trauerbegleitungsprojekt – ,Charly und Lotte‘ wird mit 85 000 Euro pro Jahr komplett aus Spenden finanziert und bewährt sich sehr gut“, erklärte Stumpf.

Wetzlarer Neue Zeitung, 24.01.2019, Seite 19

 

 

Charly und Lotte überzeugen die Spender

Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche erhält 2500 Euro von Dutenhofener Firma Achenbach

Norman Held und Christian Dietrich, Geschäftsführer der Achenbach GmbH in Dutenhofen, haben das Hospiz Haus Emmaus in Wetzlar besucht. Sie übergaben eine Spende in Höhe von 2500 Euro für „Charly und Lotte“, die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche.

Hospizleiterin Monika Stumpf sowie Petra Gießler, Koordinatorin und Trauerbegleiterin für die Kinder, und ihre Kollegin Carmen Storbakken erzählten von der erfolgreichen und sehr geschätzten Arbeit, die nicht nur den Kindern hilft, mit ihrer Trauer umzugehen, sondern auch die Familienangehörigen einschließt und sogar Fortbildungen in Kindergärten und Schulen ermöglicht. „Wir bieten unsere Hilfe kostenlos an, die in Gruppen und Einzelgesprächen hier bei uns, aber auch zu Hause stattfinden kann“, so Gießler. „Die Hilfe gestaltet sich gerade bei den Größeren ganz individuell“, so Storbakken.

Die beiden Männer, die täglich mit Sandstrahlen und Lackieren zu tun haben, hörten aufmerksam zu, fragten nach und kamen zu dem Schluss: „Wir übernehmen auch eine Patenschaft für Charly und Lotte und tragen auch zum Gelingen dieser segensreichen Arbeit bei.“

Wetzlarer Neue Zeitung, 22.01.2019, Seite 11

 

 

Wir danken auch für weitere Spenden

Und auch dies erfreute uns sehr...

Willeck-Stiftungen spenden 43.000 Euro an heimische soziale und gemeinnützige Einrichtungen.

Von links: Dieter Emmelius (Förderkreis Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg), Reinhold Schmidt (Willeck-Stiftungen), Klaus Schmidt (Willeck-Stiftungen), Wilfried Schlicht (Verein Kloster Altenberg), Hans-Jürgen Will (Willeck-Stiftungen), Thomas Sander (Musikschule Wetzlar), Hans-Peter Heuser (Willeck-Stiftungen), Regine Kießling-Steinhauer (Kinderschutzbund Wetzlar), Carsten Schmidt (Willeck-Stiftungen), Monika Stumpf (Hospiz „Haus Emmaus), Bettina Rath (Alzheimer Gesellschaft) und Simone Scharfe (Albert-Schweitzer Kinderdorf). (Foto: Willeck-Stiftungen)

Rechtzeitig vor Weihnachten gab es von den Werdorfer Willeck-Stiftungen Spenden von 43.000 Euro für soziale, kulturelle und gemeinnützige Organisationen in Wetzlar und Umgebung sowie für Werdorfer Vereine und bedürftige Menschen.

Stellvertretend für eine Vielzahl von Spendenempfängern hatten die Willeck-Stiftungen die Vertreter von 7 Organisationen eingeladen. Die Spendenzusagen wurden vom Vorstandsmitglied Klaus Schmidt und den amtierenden Verwaltungsräten der Stiftungen Reinhold Schmidt, Hans-Jürgen Will, Carsten Schmidt und Hans-Peter Heuser in den Räumen der Steuerberatungssozietät Schmidt & Heuser in Werdorf übergeben.

 

 

 

Bundesverdienstkreuz für Margrit Wille

Mark Weinmeister würdigt das langjährige Engagement von Margrit Wille. (Foto: Hessische Staatskanzlei)

Ärztin engagiert sich in der Hospizarbeit, bei der Katastrophenhilfe und in der Flüchtlingsversorgung

Hessens Europastaatssekretär Mark Weinmeister hat am Dienstag Margrit Wille aus Ehringshausen mit dem vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet.

Mit dieser Ehrung werden aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamts Margrit Willes langjährige Verdienste in der Hospizarbeit, Katastrophenhilfe und bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen gewürdigt.

„Sie sind Ärztin und setzen Ihr medizinisches Wissen nicht nur im Beruf, sondern auch ehrenamtlich zum Wohle vieler Menschen ein. Dafür gebührt Ihnen unser Respekt“, sagte Weinmeister bei einer Feierstunde in der Hessischen Staatskanzlei.

Dr. Margrit Wille ist Ärztin. Sie hat an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert und bis 2011 in Wetzlar eine Praxis für Allgemeinmedizin geführt.

In dieser Zeit begann sie, sich in der Hospizarbeit zu engagieren. Sie arbeitete bis 2011 ehrenamtlich im Hospiz „Haus Emmaus“ in Wetzlar. Neben ihrer ärztlichen Tätigkeit engagiert sie sich in der Hospiz- und Palliativakademie Mittelhessen. Seit der Gründung 2005 unterrichtet sie dort und vermittelt alltagsnahes Praxiswissen. Dabei wird neben ihrer Kompetenz immer wieder ihr wertschätzender Umgang mit anderen Menschen gelobt, so Weinmeister.

Seit 2012 ist Wille im Einsatz für die Hilfsorganisation „humedica e.V.“. Sie hat bereits an neun Missionen als qualifizierte medizinische Kraft teilgenommen. Darunter waren psychisch und physisch schwierige Ersteinsätze in Gefahrengebieten wie auf den Philippinen.

Lob für ihren Teamgeist

Ende 2015 unterstützte sie gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Peter Wille das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises in der Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Wetzlar. Dort war sie mehrere Monate ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig und hat sich in der Flüchtlingsunterkunft in Herborn um die Notfall- und Erstversorgung der Menschen gekümmert. Dabei flossen ihre interkulturellen Erfahrungen und Kenntnisse der medizinischen Katastrophenhilfe ein.

Kollegen und Patienten schätzen Willes ausgeprägtes ärztliches Ethos und ihren Teamgeist. (red)

Wetzlarer Neue Zeitung, 5. Dezember 2018, Seite 19

 

 

12. Hospizforum - Wenn ein geliebter Mensch stirbt

Trauerbegleiterin Barbara Kieferle-Stotz hatte für ihren Vortrag einen Werkzeugkasten mit verschiedenen Gegenständen mitgebracht. Damit warnte sie vor falschen Reaktionen. So zeigte sie eine Säge mit der Aufschrift „Lass los!“(Fotos: Rühl)

Die Trauer um einen Angehörigen kann Hinterbliebene krank machen

Von Lothar Rühl


Welche Folgen der Tod eines nahen Angehörigen hat – damit befasste sich das 12. Hospiz-Forum der Hospiz-Palliativ-Akademie Mittelhessen.

Prof. Dr. Günther Brobmann, Vorsitzender des Förderkreises Hospiz Mittelhessen, konnte rund 100 Besucher zu der Fort- und Weiterbildung in Wetzlar begrüßen. Mit dem Thema „Ist Trauer (k)eine Krankheit?“ wolle man darauf hinweisen, dass es Menschen gibt, bei denen es nach einem solch traumatischen Erlebnis zu Depressionen kommt.

Bürgermeister Harald Semler lobte in seinem Grußwort die Hospiz-Palliativ-Akademie dafür, dass sie sich des Themas annehme und Menschen in dieser schweren Situation begleite.

Eine Einführung ins Thema gaben Dr. Eckart Stotz, Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie aus Karlsruhe, und dessen Ehefrau, die Trauerbegleiterin Barbara Kieferle-Stotz.

Eckart Stotz berichtete, dass die internationale statistische Klassifikation der Krankheiten (ICD) von der Weltgesundheitsorganisation im nächsten Jahr um die „anhaltende Trauerstörung“ erweitert werden soll. Dahinter stehe die Erkenntnis, dass manche Trauernde nicht über den Verlust eines geliebten Menschen hinwegkommen und oft in Depressionen verfallen.

Mit der ICD-Klassifizierung könnten Ärzte künftig eine Diagnose stellen und Patienten eine Psychotherapie verordnen. Der Neurologe führte aus, dass die krankhafte Trauerstörung mit Angst und depressiven Reaktionen gemischt auftrete könne. Aber auch andere Gefühle könnten gestört sein sowie das Sozialverhalten. Häufig träten Aggressionen auf, und Betroffene litten unter Weinkrämpfen.

Aber auch versteckte Trauer mit körperlichen Beschwerden wie Kopf- und Magenschmerzen seien Indizien. Wenn Trauer in psychische oder körperliche Erkrankung übergehe, seien Depressionen sowie Angst- und Panikstörung die Folge.

Auch Süchte, der Missbrauch von Alkohol, Nikotin und Medikamenten, könnten auftreten. Hauptsymptome seien depressive Stimmung, Interessensverlust, Freudlosigkeit, Antriebsmangel sowie erhöhte Ermüdbarkeit. Als Nebensymptome nannte der Mediziner verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit. Der Depressive werte sich selbst ab. Er entwickele Gefühl von Schuld und Wertlosigkeit und fühle sich zudem selbst schuld an seinem schlechten Zustand.

Das führe zu negativen und pessimistischen Zukunftsperspektiven, Schlafstörungen und Appetitmangel bis hin zu Suizidgedanken. Bei manchen trete der Wunsch auf, dem Verstorbenen zu folgen. Er wolle nicht mehr länger leiden müssen.

Loslassen ist ein gut gemeinter Rat, der Betroffenen in ihrer Trauer aber oft nicht hilft

Dr. Stotz ging auch auf Medikamente ein, die in solchen Fällen helfen können. Diese reichen von Schlafmitteln bis hin zu Tranquilizern (Beruhigungstabletten), die schnell wirken, aber langfristig abhängig machen können. Besser seien Neuroleptika, die diese Wirkung nicht hätten. Schließlich empfahl er auch Antidepressiva, die den Schlaf fördern könnten. „Bei richtiger Anwendung sind Medikamente ein Segen und können helfen, aus der Depression wieder herauszukommen.“

Trauerbegleiterin Barbara Kieferle-Stotz berichtete, dass sich Kindergartenleitungen an sie wenden, weil sie nicht wissen, wie sie mit den Kindern und deren Angehörigen umgehen sollen, wenn ein Elternteil plötzlich stirbt.

Anhand eines Werkzeugkastens mit verschiedenen Gegenständen warnte sie vor falschen Reaktionen. So zeigte sie eine Säge mit der Aufschrift „Lass los!“. Dies sei oft ein gut gemeinter Rat, der den Betroffenen in ihrer Trauer aber nicht helfe. Auch zeigte sie die Tränchen-Puppe, mit der Kinder in der Trauer angesprochen werden können. Kieferle-Stotz wies auch auf ihre guten Erfahrungen hin, die sie mit Trauer-Cafés gemacht hat. Sie führt ein solches Café auf dem Hauptfriedhof in Karlsruhe. Es sei ein offenes Angebot für Angehörige.

Prof. Brobmann und Monika Stumpf, Geschäftsführerin und Leiterin des Hospizes Haus Emmaus, stellten die sogenannte Herzbox vor. Sie soll im Rahmen von „Charly & Lotte“, der Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, eine neue Möglichkeit geben, um mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen.

Wetzlarer Neue Zeitung, 8. November 2018, Seite 12

 

Eine Box hilft in der Trauer

Trauerbegleiterin Carmen Storbakken (v. l.), Michelle Schulz, Petra Gießler, Monika Stumpf, Dr. Martin Nörber und Elisabeth Terno mit der „HerzBox“ und deren Inhalt, die in der Trauerbegleitung, aber auch in der Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz kommen sollen.(Foto: Pöllmitz)

Neues Hospiz-Projekt ist Teil von „Charly & Lotte“

Das Hospiz Mittelhessen will mit einem neuen Projekt trauernde Menschen begleiten, unterstützen und Trost spenden. „HerzBox“ heißt die Aktion, die jetzt vorgestellt worden ist.

In der Hospiz- und Palliativakademie hieß Monika Stumpf, Geschäftsführerin und Leiterin des Hospizes Haus Emmaus, zur Präsentation der „HerzBox“ viele Gäste willkommen.

Im Rahmen von „Charly & Lotte“, der Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, ist eine neue Möglichkeit geschaffen, um mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen. Die „HerzBox“ ist ein hölzernes Kästchen, das individuell gestaltet werden kann, Platz für Erinnerungsstücke, für persönliche Schätze und andere Gegenstände bietet. Die „HerzBox“ dient gleichermaßen der Trauerbegleitung wie der Öffentlichkeitsarbeit, vor allem in Schulen und Kindergärten.

Es geht um die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Die „HerzBox“ ermöglicht auf unterschiedlichste Art und Weise, wertvolle Erinnerungen an einen verstorbenen Menschen aufzubewahren.

Das Projekt konnte nur durch die Förderung des hessischen Sozialministeriums realisiert werden und ist dadurch für die betroffenen Menschen kostenlos. „Es ist schön, dass es Menschen gibt, die eine Idee bis zur Realisierung begleiten und sie immer neu mit Leben füllen“, sagte Elisabeth Terno von der Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung. Sie hatte das Team in Wetzlar bestärkt, das neue Projekt zu starten. „Sie überlegen ständig, was noch nötig ist und gebraucht wird, wobei es Ihnen um das Ganze geht“, lobte Terno.

Martin Nörber vom Sozialministerium lobte ebenfalls das Engagement des Teams in Wetzlar. Gerade für junge Menschen stehe meist der Tod noch fernab. „Die HerzBox gefällt mir besonders, weil sie nicht nur für Betroffene konzipiert wurde, sondern auch im pädagogischen Bereich eingesetzt werden kann“, sagte Nörber.

Das Team von „Charly & Lotte“ begleitet derzeit 33 Familien und 45 Kinder

Petra Gießler, Koordinatorin bei „Charly und Lotte“, stellte die Arbeit des zehnköpfigen Trauerbegleitungsteams vor, das derzeit 33 Familien und 45 Kinder einzeln oder in der Gruppe begleitet. „Austausch ist wichtig; zu sehen, dass Trauer etwas Normales ist und es andere Kinder und Jugendliche in der gleichen Situation gibt“, erzählte die erfahrene Trauerbegleiterin.

Einmal im Monat finden die Treffen der Kinder und Eltern parallel statt und neben einer Kunsttherapiegruppe werden auch noch zehn Kinder zu Hause begleitet. „Wichtig ist die Öffentlichkeitsarbeit in Schulen und Kitas“, sagte Gießler.

Zu den Höhepunkten gehörte ein Tag mit allen Familien im Outdoor-Center Lahntal, wo der Austauschbedarf deutlich wurde. Dies habe Mut gemacht und Perspektiven eröffnet. „Unsere Angebote sind kostenlos und werden durch Spenden finanziert“, sagte Gießler.

Monika Stumpf erklärte, wie wichtig die „HerzBox“ vor allem für trauernde Kinder sein kann. „Erwachsene können Trost und Hoffnung gedanklich finden – Kinder müssen etwas werkeln, verwahren, verstecken, Geheimnisse haben, Schätze von den Verstorbenen sammeln.“

Michelle Schulz hat sich in ihrem Anerkennungsjahr intensiv mit der „HerzBox“ beschäftigt und stellte die Kistchen und deren Inhalt vor. Ikea hat für die ersten Boxen Acrylfarben zur Gestaltung geschenkt. Eine Schatzkarte dient quasi als Betriebsanleitung, wie Schulz erzählte.

Dann gibt es das Herzbüchlein, in das ein Foto des Verstorbenen eingeklebt und persönliche Daten eingetragen werden können. Außerdem kann man Wunschstäbe basteln, mit denen man gute Wünsche mit auf den Weg geben kann, es gibt einen Bleistift, Postkarten, eine Lichttüte, Taschentücher, Charly und Lotte-Sticker und Süßigkeiten als Seelentröster. „Unser Wunsch ist es, die HerzBox bekannt zu machen, damit sie vielen Menschen ein treuer Begleiter durch die Trauer sein kann“, sagte Monika Stumpf.

Wetzlarer Neue Zeitung, 15. August 2018, Seite 12

 

 

 

 

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